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Friedensstifter

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Grundlagentexte erschließen

Ein Forschungsschwerpunkt des Instituts ist die Aufarbeitung der friedensethischen Tradition. So wie das abendländische Denken überhaupt, ist auch die theologische und philosophische Tradition in Bezug auf die Themen Krieg und Frieden in der Antike verwurzelt. Seit dieser Zeit wurde in jeder Epoche – durch Mittelalter und Neuzeit hindurch bis heute – um die Frage gerungen, in welchem Verhältnis Krieg, Frieden und Gerechtigkeit zueinander stehen sollen. Eine der Kernfragen ist, ob es ethisch erlaubt sein darf, kriegerische Gewalt anzuwenden, um Frieden zu erreichen und wenn ja, unter welchen Voraussetzungen. Ziel des Projektes ist es, die Ergebnisse dieser Auseinandersetzungen und deren Wirkungsgeschichte herauszuarbeiten. Auf diese Weise werden nicht nur die Wurzeln unseres heutigen Denkens freigelegt. Es wird auch unsere heutige Perspektive um die Ergebnisse früherer Reflexionen erweitert.

Seit über 30 Jahren erschließt das Institut für Theologie und Frieden die friedensethischen Klassiker von Augustinus über Thomas von Aquin, von dem frühneuzeitlichen Dominikanertheologen Francisco de Vitoria über den Jesuiten Francisco Suárez bis hin zu den Päpsten des 20. Jahrhunderts wie Johannes Paul II. Mittlerweile wuchs eine renommierte Bibliothek der friedensethischen Tradition, die weltweit ihresgleichen sucht.

Augustinus, so die Grundthese der Darstellung, entwirft weder eine systematische Friedensethik noch eine Kasuistik des gerechten Krieges, sondern eine theologisch konzipierte Friedenslehre, in deren Licht er nach Konsequenzen für das politische Handeln fragt. Die Zielsetzung, die wichtigsten Aussagen Augustinus' zur Friedensethik nicht von ihren wirkungsgeschichtlichen Engführungen, sondern von den großen Themen augustinischer Theologie her zu rekonstruieren, erweist sich als überaus ertragreich. Es ergibt sich ein Durchblick durch das augustinische Gesamtwerk unter der Perspektive einer genuin theologischen Friedenskonzeption, wie er in dieser Form weder in der allgemeinen Augustinus-Forschung noch unter den historischen Studien zur Entwicklung der bellum-iustum-Lehre zu finden ist.

ISBN / Artikel-Nr: 978-3-17-018744-3
Einband: gebunden
Seiten: 564
Erschienen: 2005

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Die Auseinandersetzung über den Universalitätsanspruch der Menschenrechte bedeutet eine wichtige Anfrage an dieses Konzept. Dabei geht es zum einen um eine normtheoretische Verständigung über die Möglichkeiten legitimer kultureller Differenz, zum anderen um die praktische Vermittlung des Menschenrechtskonzepts in Kontexte hinein, die diesem Modell einer sukzessiven Realisierung politischer Gerechtigkeit bislang aus unterschiedlichen Gründen distanziert gegenüberstehen. Der Diskurs über Menschenrechte wird damit zur entscheidenden Schnittstelle" interkultureller und interreligiöser Dialoge, soweit sie Gestaltungsfragen der politischen und sozialen Ordnung betreffen.

ISBN / Artikel-Nr: 978-3-17-015585-5
Einband: gebunden
Seiten: 236
Erschienen: 2002

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Die Pluralität unterschiedlicher Weltanschauungen beinhaltet ein Gewaltpotential. Sie stellt ein dringendes friedensethisches, aber auch vernunfttheoretisches Problem dar, insoweit sich konkurrierende Wahrheitsansprüche gegenseitig relativieren. Im 15. Jahrhundert nimmt sich Nikolaus Cusanus dieser Problematik an und schlägt eine interreligiöse Konkordanz durch Dialog vor. In seinem Modell werden mehrere Diskursebenen und verschiedene Dimensionen des Phänomens "Religion" differenziert. So kann es den aktuellen Diskurs um Religiosität, Pluralität und Rationalität befruchten.

ISBN / Artikel-Nr: 978-3-17-019797-8
Einband: gebunden
Seiten: 568
Erschienen: 2007

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In der Diskussion um den Herrschaftsanspruch Kaiser Karls V. über die amerikanischen Indianervölker entwickelt Francisco de Vitoria die Idee eines internationalen Rechts. Es gründet in der Anerkennung allgemeiner Menschenrechte und zeigt sich im Gewohnheitsrecht des zwischenstaatlichen Verkehrs. Vitoria bricht die im frühen 16. Jahrhundert diskutierte Figur des "gerechten Krieges der Spanier gegen die Indianer" auf und stellt die Vision einer alle Menschen und Staaten umfassenden Rechtsgemeinschaft dagegen: "Der ganze orbis bildet gewissermaßen eine res publica".

ISBN / Artikel-Nr: 978-3-17-013248-1
Einband: gebunden
Seiten: 213
Erschienen: 1994

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Francisco Suárez (1548-1617) steht an der Schwelle zwischen mittelalterlicher Scholastik und moderner Rechtsphilosophie. Dies erlaubt es, in ihm einen Theologen zu sehen, der - Bewährtes bewahrend - wichtige Errungenschaften des neuzeitlichen Denkens vorwegnahm, ohne (im Unterschied zur Aufklärung) die christliche Perspektive grundsätzlich aufzugeben. Seine Synthese zwischen Rechts- und Tugendethik wird insbesondere an der Idee des Friedens sichtbar, auf die hin die Forderungen der Gerechtigkeit und der Gottesliebe (caritas) selbst dort ausgerichtet sind, wo die politische Praxis jenem Ziel offenbar zu widersprechen scheint: im Krieg. Kremer zeigt am Beispiel zwischenstaatlicher Herrschaftsausübung, wie Suárez vom Begriff des gerechten Friedens her seine Theorie des politischen Handelns unter der Perspektive des Heils entfaltet.

ISBN / Artikel-Nr: 978-3-17-020165-1
Einband: gebunden
Seiten: 292
Erschienen: 2008

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