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Friedenskonsolidierung
Das politische und militärische Engagement auf dem Balkan, in der Demokratischen Republik Kongo wie in Afghanistan zielt langfristig auf den Aufbau von Frieden und Sicherheit im betreffenden Land. Während im Einzelfall Konflikte oder Kriege beendet werden konnten, stellt sich doch die Frage nach der Nachhaltigkeit. Es wird bezweifelt, ob politisch-militärische Einsätze überhaupt zielführend sind. Dahinter liegen grundsätzliche ethische Probleme: Ist Frieden durch eine Intervention von außen herstellbar? Sind die Konzepte selbst geeignet? Sind die politischen und die auf sie hin geordneten militärischen Instrumente zielführend? Und vor allem: mit welcher ethischen Legitimation treten die intervenierenden Akteure auf?
Insbesondere die letzte Frage geht über die Problematik einer völkerrechtlichen Legitimierung durch ein entsprechendes UN-Mandat hinaus: Der UN-Sicherheitsrat wird zu oft durch staatliche Akteure mit dem Ziel instrumentalisiert, Einzelinteressen durch den Mantel internationaler Gemeinwohldienlichkeit zu kaschieren. Geht es den Mächten, die sich mit einem politischen oder militärischen Einsatz in einem anderen Staat engagieren, um den politischen Frieden in diesem Land oder primär um eigene Interessen? Im Fokus steht derzeit das internationale Engagement in Afghanistan.
Publikationen
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Versöhnungsarbeit Die westliche Allianz unter der Führung der USA ist heute so übermächtig, aber auch so verletzbar wie nie zuvor. Die nicht geringe Spannung dieses Zustandes zeigt sich in der eigentümlichen Ambivalenz der politischen Legitimation des Afghanistan-Krieges. Einerseits wird er als humanitäre Intervention zur Befreiung von der Taliban-Unterdrückung und somit als Imperativ der Menschenrechtsidee, andererseits als Bekämpfung der Al-Qaida und des von ihr ausgehenden Terrors und damit als legitime Wahrung staatlicher Interessen dargestellt. Klärung der Kategorien tut not. Die Beiträge des vorliegenden Bandes leuchten am Beispiel des Kosovo-Krieges Grund und Grenze der Idee humanitärer Intervention als grenzüberschreitenden Menschenrechtsschutzes aus. |
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Die humanitäre Intervention - Imperativ der Menschenrechtsidee? Versöhnungsprozesse zwischen Opfer- und Täterseite können in ihrem Verlauf und ihrem Gelingen durch die Versöhnungsarbeit einer dritten Partei beeinflusst werden. Die Autorin formuliert Ansätze für die Versöhnungsarbeit Dritter, zeigt aber auch deren Grenzen auf. Im interdisziplinären Gespräch werden Kriterien und notwendige Elemente von Versöhnung entwickelt. Als Gesprächspartnerin für den interpersonalen Bereich dient Mediation als spezifisches Verfahren der Konfliktbearbeitung. Für die gesellschaftliche Ebene werden Versöhnungsinitiativen in Bosnien-Herzegowina herangezogen. Durchgängig verfolgt van de Loo die Frage, welche Konsequenzen eine christliche Verankerung des " auch rein säkular verwendbaren " Versöhnungsbegriffs für seine inhaltliche Füllung und für das Verhältnis zu nicht religiös motivierter Versöhnungsarbeit birgt. |
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