Ethik im militärischen Einsatz
Die Bundesrepublik Deutschland schickt Soldaten der Bundeswehr in militärische Einsätze wie in Afghanistan oder in der DR Kongo, und damit in Konflikte, die kaum mehr mit den Regeln des humanitären Völkerrechts zu bestehen sind. Soldaten, die dem Schutz der Zivilbevölkerung ethisch und rechtlich verpflichtet sind, können Zivilisten und Kämpfer in bürgerkriegsähnlichen Situationen häufig nicht unterscheiden. Als Zivilisten getarnte Kämpfer, die sich hinter Krankenhäusern und Schulen verschanzen, stellen Soldaten vor ethische und auch juristische Probleme, die nie geklärt wurden, weil sie kaum zu bewältigen sind. Die Mitarbeiter des Instituts stellen sich diesen Fragen.
Anläßlich des Todes von Osama bin Laden durch U.S. Navy Seals am 2. Mai, hat Dr. Bernhard Koch, wissenschaftlicher Mitarbeiter am ithf, ein Papier herausgebracht, das hier für Sie zum Download bereit steht:
Darf ein mutmaßlicher Terrorist getötet werden?
Publikationen
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Militärethik
Im Dialog der Religionen sehen viele ein friedensförderndes Potenzial. Doch hält der interreligiöse Dialog, was er zu erreichen verspricht? Kanalisiert er tatsächlich das ambivalente Potenzial von Religionen als Friedenszerstörer oder Friedensstifter im positiven Sinne? Wettach-Zeitz untersucht die Effektivität interreligiöser Projekte der Konfliktmediation und analysiert die Rolle der traditionellen Religionsgemeinschaften Bosnien-Herzegowinas " Islam, Judentum, serbische Orthodoxie und Katholizismus " für den Versöhnungsprozess theoretisch wie empirisch. Die Forschungsergebnisse verdeutlichen die Bedeutung insbesondere von religiösen Akteuren als ernst zu nehmende politische Kräfte in ethnopolitischen Konflikten. |
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Militär und Ethik: Moral - und militärkritische Reflexionen zum Selbstverständnis der Bundeswehr
Militärisches Handeln - und alles, was ihm dient - ist per se problematisch; denn es ist durch das bestimmt, was unter Menschen nicht sein soll: Gewalt. Auch als Gegengewalt oder als Element gewaltverhindernden Konfliktmanagements steht es, zu Recht, unter kritischer Beobachtung und massivem Rechtfertigungsdruck. Die vorliegende Untersuchung "Militär und Ethik" will eine Grundlage dafür geben, wie die ethische Aufgabe zu bewältigen wäre: gegebene normative Texturen menschlicher Praxis sensibel aufzuspüren und differenziert zu beschreiben (deskriptive Ethik), sie auf transparente Weise kritisch zu analysieren (kritische Ethik) und daraus begründetes Orientierungswissen zu entwickeln (konstruktive Ethik). |
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Wehrstruktur auf dem Prüfstand
In vielen Ländern Europas wird heute eine Wende in der nationalen Militärpolitik vollzogen und eine weitgehende Reform der Streitkräftestrukturen angegangen; dabei hat nicht zuletzt der völlige Neuansatz in der Streitkräftepolitik Frankreichs mit der Abkehr von der im 19. und 20. Jahrhundert herausgebildeten "klassischen" Militärstruktur der nationalen Massenarmee - und damit der Wehrpflicht auch für Deutschland - unübersehbare Zeichen gesetzt. So stehen jetzt die Legitimität des Auftrages, das Selbstverständnis der Soldaten, die Prinzipien der Inneren Führung und die gegenwärtige Wehrform der Wehrpflichtarmee auf dem Prüfstand. Hierzu leistet der vorliegende Band einen Beitrag unter politischen, verfassungsrechtlichen, innergesellschaftlichen und militärfachlichen Aspekten. |
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